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Frauen in der Arbeitswelt /Gleichstellung/

Was gibt es Neues im Bereich der Chancengleichheit? Österreich vs. Slowakei

Veranstaltungen im Rahmen des EU-Projektes ZUWINBAT EU laufen weiter. Als einer der Schwerpunkte war von Anfang an der Bereich der Gleichstellung und Chancengleichheit von Männern und Frauen. Manche Projektaktivitäten zu diesem Thema fanden auch im 2010 statt. Am 21. Februar 2011 fand in Wien ein Seminar zum Thema "Was gibt es Neues im Bereich der Chancengleichheit?" statt. Anwesend waren 10 VertreterInnen der Konföderation der Gewerkschaftsbünde der Slowakischen Republik /KOZ SR/ und Vertreterin der vida-Frauenabteilung und vida BR.

Mag. Bianca Schrittwieser von der AK-Wien hat über das Gleichbehandlungsgesetz, inkl. Einkommensberichte, berichtet. Da es sich um ein neues Gesetz handelt, wird man die Auswirkungen erst nach ein Paar Jahren auswerten können.  

Ulrike Legner, vida Frauenabteilung, hat die Arbeit der ÖGB-Frauenabteilung vorgestellt. Vor allem die ÖGB-Quote für die Frauenvertretung in den Gremien hat sehr große Interesse erweckt. Die Einführung eines Mindestlohnes-/gehaltes von 1.300,-Euro brutto bei Vollzeitbeschäftigung im Kollektivvertrag im Rahmen der Kampagne "Ich will´s FAIR" mit der Leitfigur Marie Los steht auch dieses Jahr als Hauptschwerpunkt der ÖGB-Frauen auf der Liste.  

Martina Culjak, Bundesfrauenabteilung ÖGB, hat einen Vortrag über die Frauenpolitik in der EU aus Sicht der Gewerkschafterinnen - Problemfelder, Strategien, Perspektiven, gehalten. Gleich am Anfang wurde betont, dass die Kollektivverträge als Gleichstellungsinstrument eine wichtige Rolle spielen.

Elisabeth Vondrasek, Bundesfrauenvorsitzende, hat über die aktuelle Situation der Frauen in vida-Bereichen referiert, vor allem  über die Ergebnisse in den KV-Verhandlungen, Zusammenarbeit mit ÖGB-Frauenabteilung im Zusammenhang mit der Kampagne "Ich will´s FAIR" und der Platform 20000, die am 19. März 2011 eine Demonstration für Frauenrechte organisiert.   

Die slowakischen Kolleginnen von der KOZ SR-Frauenausschuss, unter der Leitung von PhDr. Margita Vitálošová, haben über ihre Aktivitäten informiert, sowie über die aktuelle Gesetzgebung, die sich mit dem Bereich Gleichstellung und Chancengleichheit der Frauen und Männern beschäftigt. Im Rahmen der Nationalen Aktionsplanes für Gleichstellung der Geschlechter /2010-2013/ hat der KOZ SR-Frauenausschuss einige Schwerpunkte erarbeitet, an deren Umsetzung er im 2011 arbeiten wird.

Diese Projektaktivität hat sowohl zum Informations- und Erfahrungsaustausch als auch zum Aufbau von Kontakten beigetragen. KOZ SR und ÖGB/vida Frauen waren sich einig, dass man die Zusammenarbeit in Frauenbereich zwischen Slowakei und Österreich in der Zukunft stärken will und eventuell gemeinsam für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Gleichstellung der Frauen und Männern auftreten soll. Erstes Beispiel: eine Delegation aus der Slowakei wird am 19. März 2011 die Frauen-Demo in Wien unterstützen.