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2008/2009

Know-how Transfer Nahrungsmittelgewerkschaft

Ort: ÖGB, Gewerkschaft vida / pro.ge

Teilnehmer aus der Slowakei:
o Ing. Magdaléna Mellenová - Vorsitzendin der Nahrungsmittelgewerkschaft
o Ľubomír Moncoľ - Vorsitzende der betrieblichen Gewerkschaftsorganisation in der Zuckerfabrik AGRANA Sereď, Slowakei
o Daniela Vodičková - Mitglied der betrieblichen Gewerkschaftsausschusses in der Zuckerfabrik AGRANA Sereď, Slowakei
o Rudolf Valentovič - Arbeitnehmervertreter für Bereich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in der Zuckerfabrik AGRANA Sereď, Slowakei

Teilnehmer aus Österreich:
o Thomas Buder - ZBR Zucker und Konzern AGRANA
o Wolfgang Zuser - Gewerkschaft pro.ge, Wien
o Walter Rotter - BRV Leopoldsdorf AGRANA, Zucker
o Gerhard Glatz - ZBR Stärke
o Mgr. Erika Bršelová - Gewerkschaft vida, Wien

Das Ziel der Veranstaltung war ein Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Arbeitnehmervertretern im Betrieb AGRANA in der Slowakei und in Österreich.

Schwerpunkte der Diskussion:
o Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
o Kollektivverhandlungen auf der nationalen und betrieblichen Ebene
o Gesetzliche Rahmenbedingungen für ArbeitnehmerInnen in der Slowakei und in Österreich.

Österreichische Kollegen haben über das KV-System bei Agrana informiert - die sozial Partner treffen sich 1x im Jahr und vertrauen sich mit dem Inhalt des KVs an. Im Juni wird ein Vorschlag auf die Gehaltserhöhung für das nächste Jahr präsentiert - Inflationsrate vom letzten Jahr wird berücksichtigt und ein KV wird immer über diese Inflationsrate abgeschlossen, und zwar aus dem Grund, die Kaufkraft zu gewährleisten.

Die Arbeitnehmervertreter in beiden Ländern haben das Recht auf wirtschaftliche Informationen über den jeweiligen Betrieb, die auch Auswirkungen auf die KV-Verhandlungen haben. Während des Treffens haben wir detailliert über mehrere Themen gesprochen, z.B. Gehälter, Arbeitszeitregelung, Personalkosten, Arbeitsunfälle, Sparmassnahmen und weiteres.

Weitere Themen waren: die Vertretung während Abwesenheit, Ausbildung von neuen Arbeitskräften und künftige Fachleuten, Abgang von Mitarbeitern in die Pension; Faktoren, die Arbeitsunfälle verursachen. Ein Entscheidendes Faktor ist auch die Länge der Kampagne, Anzahl der Leiharbeiter, Anzahl der Nichtfachmännern aus der Strasse und Mitbestimmung der Arbeitnehmervertretern bei der Frage, welche Mitarbeiter werden zu anderen Arbeitspositionen zugeteilt.

Wichtig war auch die Frage der Schulungen von neuen Mitarbeitern /dauert 4-5 Monate/; unterschiedliche Ansprüche auf Urlaub und Belohnung der Arbeitnehmer im speziellen KV für Arbeiterkategorie und für Administrationsarbeiter.

Dieses Treffen auf der internationalen Ebene hat in Sicht auf die künftige Zusammenarbeit zwischen den Arbeitnehmervertretern aus beiden Ländern eine außergewöhnliche Bedeutung gehabt und eine Informationsweitergabe wurde vereinbart und zwar über:

 Unterlagen zu den KV-Verhandlungen der slowakischen Arbeitnehmervertretern auf der nationalen und betrieblichen Ebene /wird von der slow. KollegInnen zur Verfügung gestellt/
 gemeinsames Arbeitstreffen in der Slowakei mit den österreichischen KollegInnen - September 2010 in Trnava /wird von der slow. Nahrungsmittelgewerkschaft organisiert/
 Ergebnisse des Treffens zwischen der österreichischen Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern vom Juni 2010 werden zur Verfügung gestellt /es wird von der österreichischen Seite gewährleistet/
 Ergebnisse des Treffens zwischen Tomas Buder und Manfred Fischer, Erik Dressin über den sozialen Dialog und einer Vertretung im EBR für die  slowakischen KollegInnen /wird von der österreichischen Seite organisiert/
 den Vorschlag des KVs für 2011 für den österreichischen Arbeitgeber (September 2010).

Am Ende des Arbeitstreffens hat sich Frau Mellenová, bei Wolfgang Zuser für die Zusammenstellung des Programmes und bei Erika Bršelová für die technische und organisatorische Unterstützung während des Treffens bedankt.

Österreichische Kollegen haben sich auch für Informationen bedankt. Es hat ihnen ermöglicht, sich mit Bedingungen und mit dem Klima vertraut zu machen, unter welchen die GewerkschaftskollegInnen in der Slowakei arbeiten.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.


Erstellt vom: Mária Roštecká, Assistentin
OZ potravinárov SR / Nahrungsmittelgewerkschaft der Slowakischen Republik/
Bratislava, 10. Mai 2010