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2008/2009

Know-how Transfer über die Entsendung von Mitarbeitern

Dieser Know-how-Transfer hat sich auf den Erfahrungsaustausch bei der Anwendung von Kollektivverträgen in multinationalen Unternehmen konzentriert. Im Rahmen der Tagung wurde den Fragen über die Anwendung der Maßnahmen der Kollektivverträge im sozialen Bereich nachgegangen, besonders hat man  sich den sg. entsendeten Mitarbeitern gewidmet.

Die VertreterInnen der Metallergewerkschaft (OZ KOVO) haben über die gegenwärtige Situation in der Gewerkschaft informiert, insbesondere über die Bedingungen der elektrotechnischen und Automobilindustrie für die entsendeten Mitarbeiter. Die bestehenden Probleme ergeben sich, ihrer Meinung nach, aus der bis jetzt ausstehenden Gesetzgebung, die diesen Bereich regeln könnte. In diesem Bereich kann man die Richtlinie der Europäischen Kommision über den freien Warenverkehr, Dienstleistungsverkehr und Freizügigkeit nicht anwenden; sie wird frei eingesetzt, weil es noch keine endgültige Version gibt. Die VertreterInnen aus internationalen und multinationalen Konzernen haben über ihre Erfahrungen bei der Anwendung von Kollektivvertragsverhandlungen in ihrem Betrieb informiert.
Vertreter der Konföderation der slowakischen Gewerkschaftsbünde (KOZ SR) haben festgestellt, dass die soziale Absicherung in den multinationalen Unternehmen besser als die sozialen Regelungen in der Slowakischen Republik sind. Sie haben auch konkrete Beispiele aus der Praxis angeführt.

Beide Seiten konstatierten, dass in der Gegenwart die Situation der Gewerkschaften bei der Sicherstellung von sozialen Vorteilen für Arbeitnehmer mit Schwierigkeiten konfrontiert ist, was mit der verstärkten Globalisierung und der wirtschaftlichen Krise zusammenhängt. Aus diesem Grund wächst im Rahmen der gesamten EU die Bedeutung europäischer Betriebsräte, vor allem in der Findung von Problemlösungen. Die slowakische Seite akzeptierte das Angebot der Vertreter supranationaler Korporationen und wird ihre Erfahrungen aus den Applikationen der Kollektivverhandlungen und Kollektivverträge und auch bei entsandten Mitarbeiter berücksichtigen. Die an dieser Problematik beteiligten werteten auch die Entwicklung der Mitgliederbasis der Gewerkschaften in beiden Gewerkschaftszentralen und Industriezweigen.

Im Rahmen der gemeinsamen Diskussion haben beide Seite Informationen und Kenntnisse über die Gewerkschaftsorganisationen im Industriezweig großer supranationaler Kooperationen ausgetauscht. Konstatiert wurde, dass es notwendig sein wird, Aufmerksamkeit dem Erhalt und sowie der Weiterentwicklung von sozialen Vorteilen so zu widmen, damit die Mitgliederbasis ausgebaut die Gewerkschaftsarbeit im Rahmen supranationaler Korporationen effektiver gestaltet wird. Dies wird als unabdingbarer Bestandteil der Grundvoraussetzungen einer künftigen stabilen Entwicklung in diesem Zweig und in der gesamten Wirtschaft angesehen. Vereinbart wurde, dass die Festlegung der Kollektivverträge im Rahmen der supranationalen Korporationen die Unterschiede im sozialen Bereich nicht vertiefen, sondern im Gegenteil, verkleinert werden sollen. Obwohl dies in der gegenwärtigen Krise nur schwer bewerkstelligt werden kann.

Im Kontext der Realisierung der Gültigkeit der Übergangsbestimmungen der Freizügigkeit der Arbeitskräfte, sollten Vertreter beider Gewerkschaftszentralen KOSSR und ÖGB - in kompetenten Institutionen der EU-Kommission dazu beitragen, damit entsprechende Richtlinie im vollen Ausmaß in der gesamten EU ungesetzt werden. Zum Abschluss der Verhandlungen vereinbarten beide Seiten, dass so ein Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen OZ KOVO und der PRO-GE, sowie auch im Rahmen konkreter Korporationen, regelmäßig stattfinden.