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Know-how Transfer und Besuch im Bereich der Dienstleistungen - Kosmetik, Pflege

Branchengespräch- Schulbesuch der Bundesfachgruppe Gesundheitsförderung und Wellness in der Schule für Schönheitsberufe in Bratislava


Am 2. Juni, besuchten wir die Schule für Schönheitsberufe in Bratislava.

Das Team setzte sich aus LehrerInnen der Berufsschulen in Wien, FunktionärInnen, TrainerInnen in unseren Ausbildungsmaßnahmen und 3 SchülerInnen aus unseren Maßnahmen zusammen. Dadurch war die komplette Bandbreite gegeben.
Der Wunsch der Schule war ja auch, den Kontakt zu unseren Schulen herzustellen und dies konnten wir erfüllen.

Als Einstieg gab es ein sehr interessantes Referat über das Schulsystem in der Slowakei, das bereits nach den Europäischen Regeln vollzogen wird.

Dann gab es spezielle Informationen zu Ausbildung von FriseurInnen, KosmetikerInnen, FußpflegerInnen und MasseurInnen.

Die Schule an sich wurde nu besichtig und wir konnten feststellen, dass die Lernerfolge in den Klassen wirklich sehr groß sind, wie man auch auf einigen Fotos einer 2 Klasse sehen kann.

Auch im Bereich Kosmetik, Fußpflege konnten wir einige Arbeiten beobachten und auch hier, sind wirklich tolle Leistungen vorhanden.

Was uns als GewerkschafterInnen alle entsetzt hat, ist die Tatsache, dass es für diese Berufsgruppen keinerlei gewerkschaftliche Vertretung gibt, somit keinen Kollektivvertrag. Die Begründung dass ohnehin viele Selbständige sind zählt für uns alle nicht. Es wäre wünschenswert, wir könnten hier etwas bewegen.

Die baulichen Zustände der Schule, nun, da sollte eine Menge investiert werden, einerseits eine Topausstattung im Bereich EDV, die auch für die Deutsche und englische Sprache genutzt wird. Andererseits, fehlt es an kleinen Dingen an vielen Ecken.

Die Schule war so nett uns die Möglichkeit zu geben, in der Schulmensa das Mittagessen einzunehmen und im Anschluss daran, hatten wir das Vergnügen einen wahren Paradebetrieb zu besichtigen, wo immer wieder SchülerInnen ihr Praktikum machen dürfen.

Die Gewerkschaftliche Situation ist eine andere als in Österreich, hier in der Slowakei muss sich ein Betrieb entscheiden, ob er einen Betriebsrat oder eine Gewerkschaftliche Vertretung haben möchte, und den ArbeitgerberInnen ist es natürlich viel lieber "nur" einen Betriebsrat zu haben, da dieser nicht solchen Einfluss hat, wie eine Gewerkschaft.

Auch im Bereich der Ausbildungen hat sich seit dem Ende des Kommunismus einiges getan.

Das Duale Ausbildungssystem, dass es früher einmal gab, ist heute so gut wie tot. Der streng geregelte Kommunistische Markt hat früher die Lehrstellen stricktest verteilt und geregelt, dies ist  in der freien Marktwirtschaft leider nicht mehr so und viele Betriebe bilden einfach nicht mehr aus. Dadurch werden die Berufsschulen viel stärker gefordert.
Da diese Schulen alle vom Staat finanziert werden, ist es klar, wenn Mittel knapp sind, dass Ausstattungen nicht am letzten Stand der Mode sein können, wichtig ist aber, das trotz aller kleiner Mängel eine gute Ausbildung vorhanden ist.

Alle LehrerInnen, Kolleginnen und SchülerInnen waren sehr begeistert und nahmen wichtige Infos mit nach Wien.
Im Herbst wird es einen Gegenbesuch geben  und ein gemeinsames Projekt mit den Schulen ist angedacht.


Stredná odborná škola
Svätoplukova 2
Bratislava
www.beautycare-study.sk