MEGAK III.

MEGAk III. für junge GewerkschafterInnen

Der erste zweitägige Block fand am 22. und 23. September 2011 in Bratislava statt.
Die österreichischen Teilnehmer reisten gemeinsam mit dem Zug an und trafen auf die slowakischen KollegInnen im Hotel Sorea. Nach einer offiziellen Begrüßung durch Hana Blažičková(Projektkoordinatorin ZUWINBAT in der Slowakei) und einer Vorstellungsrunde, begann Miloš Nešpor (Betriebsrat Slovnaft, Chemiegewerkschaft) seinen Vortrag über Geschichte, Aufbau und Struktur der Gewerkschaft in der Slowakei. Dieser wichtige einführende Vortrag wurde für die österreichische Seite von Sabine Lichtenberger (Arbeiterkammer Wien) gehalten.

Viel Neues über gewerkschaftliche Jugendarbeit in der Slowakei berichtete anschließend Erika Bršelová (Vorsitzende des Jugendrates). Michael Trinko  (Bundesjugendsekretär des ÖGB) folgte mit interessanten Ausführungen zur gewerkschaftlichen Jugendarbeit in Österreich. Es wurde angeregt diskutiert und viele interessante Informationen ausgetauscht. Der Tag endete mit dem deutsch-slowakisch-Sprachkurs für alle TeilnehmerInnen, dabei wurden einfache Sätze und Fragen in der jeweiligen Fremdsprache vermittelt. 

Am darauffolgenden Tag brachte der Sammelbus alle TeilnehmerInnen in die chemische Berufsschule, wo sie von der Schuldirektorin begrüßt wurden. Ing. Dömötörová (Professorin für Fachgegenstände) stellte die Schule und ihre Aktivitäten vor. Es wurde über das System der fachlichen Vorbereitung für die Berufsschule und die Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern gesprochen. Nach dem Treffen mit den Schülervertretern konnte die Berufsschule von den MEGAk-TeilnehmerInnen besichtigt werden. Der Besuch stieß auf sehr großes Interesse und die jungen GewerkschafterInnen freuten sich bereits auf den zweiten Block in Wien.
Zum zweiten Block in Wien reisten die slowakischen TeilnehmerInnen mit dem Sammelbus zum Wiener Strudlhof an. Den einführenden spannenden Vortrag zu Werbung und Kampagnen hielt Mario Lindner (ÖGB, Referat Organisation, Koordination, Service). Er lieferte wichtige Impulse für den Workshop am Nachmittag, bei dem die TeilnehmerInnen eine Kampagne/Mitgliederwerbung in Kleingruppen entwarfen. Die anschließenden Vorträge hatten die aktuelle Situation beider Länder betreffend Mitgliederwerbung im eigenen Land zum Inhalt. Für Österreich referierte Michael Trinko, für die Slowakei Miloš Nešpor.
Dem anschließenden Workshop Mitgliederwerbung folgte eine weitere Einheit des deutsch-slowakisch-Sprachkurses. Die Diplome für die TeilnehmerInnen wurden feierlich überreicht.
Am Freitag wurde der Lehrbetrieb Zukunftsorientierte Berufsausbildung (ZOBA) besichtigt. Wolfgang Bamberg (Jugend am Werk) referierte über die Probleme der Jugendlichen nach dem Pflichtschulabschluss. Bei Jugend am Werk gibt es für Jugendliche, die keine Lehrstelle am freien Arbeitsmarkt gefunden haben, vielfältige Angebote zur beruflichen Qualifizierung und eine fundierte berufliche Ausbildung in einer Vielzahl von Lehrberufen. Die MEGAk-TeilnehmerInnen bekamen bei einer Führung Einblick in die Lehrberufe TextilreinigerInnen, KellnerInnen und KöchInnen. Besonders spannend wurde der Betriebsbesuch von den SlowakInnen aufgenommen: Eine überbetriebliche Berufsausbildung gibt es im Nachbarland (noch) nicht. Am frühen Nachmittag ging der zweite (und bei dieser verkürzten MEGAk auch der letzte) Block zu Ende.